Golfen in Bad Ems · 1928 bis 1938

Um den Kurbetrieb zu unterstützen, hatte die Staatsbad Bad Ems bereits 1928 die Idee, einen Golfplatz zu bauen. Die „Vereinigten Golfarchitekten“ mit dem international erfahrenen Platzbauer Major Charles A. Mackenzie sowie Regierungsbaumeister Karl Hoffmann wurden beauftragt, einen 18-Loch-Meisterschaftsplatz zu bauen.

Mit einer Gesamtlänge von 6.200 m galt er in den 30er Jahren als einer der Längsten in Deutschland und einer der Schönsten in Europa.

Das preußische Staatsbad Bad Ems wurde selbst Mitglied im Deutschen Golf Verband. Damit waren alle Voraussetzungen erfüllt, die jährlichen German Open sowie die meisten internationalen Länderwettspiele auf der Denzerheide auszutragen.

Karl Hoffmann und Frau

Die Erbauer des Golfplatzes Regierungsbaumeister Karl Hoffmann mit seiner Frau Ellen Hoffmann.

Caddy

Ein Caddy aus Eitelborn.

1938

1938 wird auf Initiative des Miterbauers Karl Hoffmann der Mittelrheinische Golfclub Bad Ems gegründet, der als Pächter und Betreiber die Anlage übernimmt. Karl Hoffmann ist auch der Initiator für den Wiederaufbau nach dem Krieg. Er hatte, wie Zeitzeugen berichten, die allergrößte Mühe die benötigten finanziellen Mittel zu beschaffen. Es ist allein seinem unglaublichen Engagement zu verdanken, dass bereits 1955 wieder ein 18-Loch-Meisterschaftsplatz eröffnet werden konnte.

Auf der Denzerheide wurden nun auch wieder deutsche Meisterschaften durchgeführt und die Golfanlage konnte weiterhin eine gewisse Ausnahmestellung in der damals elitären Golfszene Deutschlands wahren, zumal es damals nur ganz wenige Golfplätze gab.